Immer mehr Unternehmen haben inzwischen erkannt, dass das Thema Digitalisierung unumgänglich geworden ist. Gleichzeitig herrscht große Unsicherheit, wo man mit der Digitalisierung im eigenen Unternehmen sinnvollerweise anfangen soll und wie man unterschiedliche Projekte priorisiert.

In diesem Artikel möchten wir Ihnen die Ergebnisse einer unserer Expertenbefragungen zu diesem Thema vorstellen. 

Die Ausgangslage


Digitalisierung ist Bestandteil unseres täglichen Lebens geworden. Fast alle Unternehmen sind inzwischen mitten im digitalen Wandel. Digitalisierung verändert unsere Kommunikation, sie vernetzt alle Lebenswelten und Wirtschaftsbereiche und wird ständiger Begleiter bei allen sozialen, geistigen und ökonomischen Aktivitäten. Digitalisierung verändert durch den Einsatz von Hard- und Software auch die Geschäftsprozesse in Unternehmen und Organisationen. Diese Veränderung stellt Unternehmer häufig vor die Herausforderung, ihre Prozesse anpassen zu müssen. Dafür sind meist große Investitionssummen notwendig. Es bedarf daher einer Priorisierung. Der Geschäftsführer eines produzierenden mittelständischen Gewerbes wird in seinem Kontext Digitalisierungsprojekte jedoch anders priorisieren als der IT-Verantwortliche einer Stadtverwaltung.


Durchführung einer Studie / Expertenbefragung


Um diese unterschiedlichen Perspektiven genauer zu untersuchen, hat bamero – im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit – sechs Experten aus unterschiedlichen Branchen und in unterschiedlichen Positionen befragt. Allen wurden in individuell durchgeführten Interviews dieselben Fragen rund um das Thema Digitalisierung gestellt. Es wurde gefragt, was das jeweilige Unternehmen unter „Digitalisierung“ versteht, welche Motivation hinter Digitalisierungsprojekten steckt und welche Herausforderung diese für das jeweilige Unternehmen darstellt. Weiterhin wurde die Einschätzung des Aufwands für Digitalisierungs-projekte erfragt, ob und wie man diese priorisiert und welche Rolle die Finanzabteilung und die Kosten dabei spielen. Der Schwerpunkt der Fragen lag auf den Anforderungen, die sich aus einer finanziellen Betrachtung von Digitalisierungsvorhaben ergeben.


Ergebnisse der Studie


Die Antworten der befragten Experten wurden anhand verschiedener Kategorien ausgewertet, um diese strukturiert abbilden zu können und um Rückschlüsse auf die aktuelle Entscheidungsfindung bei Digitalisierungsprojekten ziehen zu können. Analysiert wurden weiterhin die Zusammenhänge zwischen den einzelnen Kategorien. Deutlich wurde dabei, dass bei den Befragten der Punkt Kostenreduzierung einer der Hauptmotivationsgründe ist, um Digitalisierungsprojekte voranzutreiben. Auch das Kriterium Wirtschaftlichkeit ist ein deutlicher Motivationsgrund für die Priorisierung von Digitalisierungsprojekten. Eng damit verbunden ist demzufolge auch die Miteinbeziehung der Finanzabteilung. So ist es für die Hälfte der befragten Unternehmen unumgänglich, die Finanzabteilung hinzuzuziehen, um Budget-freigaben für Digitalisierungsprojekte zu bekommen. Deutlich wurde zudem, dass sich die Befragten mit zunehmender Digitalisierung auch eine bessere Orientierung an ihren Kunden versprechen.


Framework zur Projekt Priorisierung


Unabhängig von Branche und Größe eines Unternehmens gibt es grundsätzliche Parameter, die es im Vorfeld von Digitalisierungsprojekten zu beachten gilt:

  • Um welche Digitalisierungsinhalte geht es?
  • Was ist die Motivation dahinter?
  • Wo werden die größten Herausforderungen bei der Umsetzung gesehen?
  • Wie kann der aktuelle Digitalisierungsreifegrad eingeschätzt werden?


Die aktuellen und wünschenswerten Priorisierungskriterien müssen vorab identifiziert und im Gesamtkontext betrachtet werden. Um sich nicht im Dickicht dieser zahlreichen Faktoren zu verlieren, wurde ein Framework für die Priorisierung von Digitalisierungsprojekten erstellt. Die Anforderungen daran wurden aus den erwähnten Experteninterviews abgeleitet. Abgebildet werden dabei die typischerweise anfallende IT-Kosten und -Nutzen, die Komplexität eines Digitalisierungsprojektes, die man über einen Diskontfaktor errechnet und dessen Beitrag zur Strategie des Unternehmens. Der Betrachtungszeitraum für diese Berechnung orientiert sich an der Abschreibungsdauer einer Standardsoftware. Das Ergebnis ist die Kapitalwertberechnung eines Digitalisierungsprojektes unter Berücksichtigung dieser Anforderungen. Mithilfe dieses Frameworks ist es möglich, Digitalisierungsprojekte in klar definierte Einzelaspekte aufzuteilen und diese separat zu berechnen und zu bewerten. Das Ergebnis kann damit als Leitfaden und Entscheidungshilfe dienen. 


Stehen Sie aktuell vor einem oder mehreren Digitalisierungsprojekten und sind sich unsicher, wo Sie anfangen sollen und wie sie es bewerten können? 

Die bamero unterstützt Sie gerne und schafft gemeinsam mit Ihnen eine objektive Entscheidungs-grundlage. Kommen Sie auf uns zu! 


AUTOR: Mona Ulmer, Angela Heinisch, Florian Kurz


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