Rückblick: KI-READY Summit 2026

Jun 22, 2026 | News, News & Wissen

Rückblick: KI-READY Summit 2026 – Ehrliche Ergebnisse statt leerer Versprechen

9. + 10. Juni 2026 | Stuttgart (Nürtingen)

Am 9. und 10. Juni 2026 fand in Stuttgart (Nürtingen) die KI-READY 2026 statt – die KI-Anwenderkonferenz für den Mittelstand. Auch in diesem Jahr war die bamero AG als Mitveranstalter mit dabei. Durch die Veranstaltung führten die Moderatoren Florian Kurz, Oliver Pinkoss und Frederic Rouagha. Gemeinsam mit den Speakern und Teilnehmern prägten sie die Konferenz mit einer klaren Botschaft: Schluss mit dem Hype – her mit echten Ergebnissen.

 

 

„KI muss aufhören, Versprechen zu machen – und anfangen, Ergebnisse zu liefern.“

2026 markiert laut aktuellen Studien einen Wendepunkt: Künstliche Intelligenz liefert messbare Resultate. Doch die Bandbreite zwischen erfolgreicher Umsetzung und Fehlinvestition ist nach wie vor groß. Nicht an der Technologie liegt es – die ist da, sie ist bezahlbar, sie ist zugänglich. Die entscheidende Frage lautet heute nicht mehr „Was kann KI?“, sondern: „Was schaffen wir tatsächlich in unsere Unternehmen zu integrieren?“

Diese unbequeme Wahrheit zog sich wie ein roter Faden durch beide Konferenztage: Nur ein Bruchteil der KI-Investitionen erzielt messbaren Nutzen. Viele Unternehmen reden über KI – aber nur wenige haben sie wirklich erfolgreich integriert.


 

Praxis statt Folien: 30+ Insights von Unternehmen, die KI wirklich einsetzen

Die KI-READY 2026 bot über 30 KI-Praxis-Insights, Industry Panel Talks und eine Ausstellung mit KI-Lösungsanbietern. Im Mittelpunkt standen keine Demos und keine Roadmaps – sondern reale Projekte, konkrete Learnings und auch gescheiterte Versuche.

Einige der Highlights im Überblick:

 

KI-Transformation ist Führungsaufgabe – nicht IT-Projekt

Florian Dürr (VP Digital & AI Transformation, Eberspächer Group) machte deutlich: Wer KI als reines IT-Projekt behandelt, verpasst die Chance auf echte Wertschöpfung. Führung bedeutet, die Organisation auf den Kulturwandel vorzubereiten und Verantwortung für die Transformation zu übernehmen.

 

Intelligente Maschinen brauchen mehr als Modelle

Jan Seyler (Director Advanced Development AI and Controls, Festo SE & Co. KG) zeigte, dass Autonomie nicht durch einzelne KI-Modelle entsteht, sondern durch das Zusammenspiel von Daten, Software, Regelungstechnik, Systemverständnis – und den richtigen Teams.

 

40 Tage statt 4 Monate: Prozessautomatisierung in der Praxis

Holger Mack (Paul Hartmann AG) demonstrierte eindrucksvoll, wie der Fokus auf Basisprozesse statt auf KI-Hype den echten Hebel setzt – und wie aus einer Symbiose von Prozess und IT-Tools messbarer Mehrwert entsteht.

 

KI im Stadtwerk: Ungeschminkte Praxiseinblicke aus Karlsruhe

Dr. Silas Aslan (Stadtwerke Karlsruhe / SWK-Novatec) berichtete offen über die Einführung generativer KI im Stadtwerke-Umfeld: Es ist primär ein organisatorisches und kulturelles Thema – Erfolg hängt von klaren Prozessen, einer belastbaren Datenbasis und der aktiven Einbindung der Mitarbeitenden ab.

 

KI scheitert nicht an Technik – sondern daran, dass niemand entscheidet

Alena Keck (Transformation Leader, Vodafone Intelligent Solutions) sprach aus der Praxis: Die größten Hindernisse beim KI-Einsatz sind nicht technischer, sondern menschlicher Natur. Change Management, Akzeptanz und Leadership sind die eigentlichen Erfolgsfaktoren.

 

Vibe Coding im Unternehmenskontext

Minh Cuong Tran (ANDRITZ Schuler Pressen GmbH) zeigte anhand von zehn konkreten Praxisbeispielen, wie KI-Agenten durch natürliche Sprache gesteuert Legacy-Systeme modernisieren und Entwicklungszeiten um das 3- bis 20-fache verkürzen – und warum erfahrene Entwickler dabei wichtiger werden, nicht überflüssig.


 

Die wachsende KI-Schere – und was das für den Mittelstand bedeutet

Dr. Thomas Link (Veranstalter KI-READY / Geschäftsführer LEXI Experts) brachte es auf den Punkt: Wer einmal KI-nativ arbeitet, geht nicht zurück – weil KI kein Tool mehr ist, das man aufruft, sondern ein Betriebssystem, das mitläuft. Die Kosten halbieren sich alle zwei Monate. Und die Schere zwischen Unternehmen, die KI souverän einsetzen, und jenen, die im Piloten stecken bleiben, wächst.


 

bamero: Pragmatismus als Grundprinzip

Auch bamero war nicht nur als Mitveranstalter präsent, sondern zeigte mit Next Level AI, wie der Schritt von ersten KI-Ideen hin zu produktiven, wirksamen Lösungen gelingen kann.

„KI-Projekte scheitern nicht am Modell. Sie scheitern an der Integration.“

Genau hier setzt unser erweitertes Portfolio an: Mit Next Level AI unterstützt bamero Unternehmen dabei, KI nicht als isolierten Use Case zu betrachten, sondern als konkreten Bestandteil ihrer Prozesse, Systeme und täglichen Arbeit. Ein sichtbarer Baustein davon ist auch unser neues Angebot rund um lovable.bamero.de – mit einem klaren Fokus darauf, KI greifbar, anwendbar und schnell nutzbar zu machen. So schließen wir die Lücke zwischen Proof of Concept und operativem Einsatz – pragmatisch, integriert und mit dem Anspruch, echte Ergebnisse zu liefern.


 

Fazit: Die KI-READY 2026 war anders – und das war gut so

Keine Versprechen. Keine Demos ohne Substanz. Stattdessen: ehrliche Ergebnisse, echte Projekte, unbequeme Wahrheiten. Genau das, was IT-Entscheider im Mittelstand heute brauchen.

Wir bedanken uns bei allen Speakern, Teilnehmenden und Partnern für zwei intensive, inspirierende Konferenztage – und freuen uns bereits auf die KI-READY 2027.

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Autor:in

Als CEO begleitet Florian Kurz große, namhafte Unternehmen, kommunale Verwaltungen und Ministerien bei der Gestaltung von digital unterstützten Arbeitswelten. Seine Passion: Die aktuellen Hypes der Digitalisierung und KI zu entmystifizieren und Menschen beim täglichen Arbeiten wieder wichtige Lebenszeit zurückzugeben. Themenschwerpunkte: EAM, KI, BPM und IT-Organisation Folgen Sie ihm auf Linkedin

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